„Deutsch-Bosnisches Austauschprogramm“ Unikliniken "Grosshadern" in München und "Kosevo" in Sarajewo

Die Ärzte haben im Jahr 2008 die Möglichkeit, im Rahmen eines deutsch-bosnischen Austauschprogramms ein bis zwei Wochen im jeweils anderen Land in einem Krankenhaus zu hospitieren. Voraussetzung ist die Kenntnis der jeweiligen Landessprache oder des Englischen.

ZZI übernimmt die Vermittlung und sucht deshalb Krankenhäuser bzw. Ärzte, die an einer Hospitation in Bosnien - Deutschland interessiert sind, sowie Krankenhäuser, die ein bis zwei deutsch-bosnische Gastärzte aufnehmen würden. ZZI weist darauf hin, dass die "Gastgeber" für Unterkunft und Verpflegung aufkommen müssen. Außerdem diene das Austauschprogramm nicht der Vermittlung von Arbeitskräften. Das Programm soll auch zu einem besseren Verständnis innerhalb der beiden Ländern beitragen, sowie die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch von Personal auf europäische Ebene fördern.

ZZI-Germany e.V. verfolgt den Zweck, die deutsch-bosnischen Beziehungen in der medizinischen Wissenschaft insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen im Auf- und Ausbau der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu fördern. Ärzte aus Bosnien, die nach Deutschland kommen, sollen neue Entwicklungen in der Medizin kennenlernen und Operationsverfahren oder Diagnosetechniken einüben. Die Initiative zu diesem Medizinerprogramm ging von ZZI-Team und Prof.Dr.Gavrankapetanovic, Direktor des Institutes für Lehre und Forschung aus. Idee des Austausches ist es, den bosnischen Kollegen die Medizin so wie sie an großen Kliniken in Deutschland betrieben wird nahe zu bringen. Nach Rückkehr geben diese Ärzte ihre Kenntnisse an die Kollegen zu Hause weiter. ZZI sieht ihr Programm als Investition in die Zukunft. Das klinische Zentrum "Kosevo" in Sarajewo ist an dem Medizinprogramm sehr interessiert. Der Prof.Gavrankapetanovic bekräftigte, dass man das Programm unbedingt durchführen möchte, und denkt jährlich an etwa vier bis fünf Ärzte, die nach Deutschland gehen können.

Hospitation vom 23.07.2008

Vom 01.07.2008 bis zum 14.07.2008 verbrachte Prof.Dr.Damir Aganovic aus der Universitätsklinik "Kosevo" in Sarajewo seine Hospitation an der Klinik der "Ludwig Maximilians Universität" in München. Die urologische Klinik Großhadern in München mit ihrem Chefarzt Prof.Dr.med.Christian Stief hatte den bosnischen Urologen Prof.Dr.Aganovic herzlich empfangen. Ziel der Hospitation war es, die neusten operativen Eingriffe und Methoden aus dem Gebiet der Urologie kennen zu lernen. Dr.Aganovic erwähnte in seinem Bericht, dass viele dieser Methoden auch in Bosnien ihren Einsatz finden, er jedoch mit Hilfe der deutschen Ärzte versuchen will, durch manche der modernen Eingriffsmethoden sein Heimatland auf einem neueren Stand zu bringen. Dabei erhält er Unterstützung von Dr.Gozzi, einem der führenden Urologen am Klinikum Grosshadern, welcher einen einwöchigen Besuch in Sarajewo für Ende Mai 2009 geplant hat. In diesen sieben Tagen werden an der Klinik in Sarajewo neue operative Methoden benutzt, welche mehrheitlich in Westeuropa ihre Verwendung finden.

Bei seiner Abreise konnte Prof.Dr.Aganovic mit Prof.Dr.Stief eine einjährige Hospitation der bosnischen Ärzte in Klinikum Großhadern ausmachen, welches gewiss ein großer Schritt für die universitäre urologische Klinik in Sarajewo an Bedeutung hat. So wird jeder Arzt zwei bis drei Monate in München verbringen.

Das Team von ZZI-Germany befindet sich momentan sowohl in den Verhandlungen mit den Orthopädischen Abteilungen der genannten Kliniken, als auch in der Planung der möglichen Hospitation von bosnischen Ärzten des "Centres für Kinderleukämie" mit dem gleichnamigen in München (am Haunerischen Kinderspital).