"Die neue Zeit" 

07.04.2018 Samstag Kulturhaus Milbertshofen 19:00  Curt Mezger Platz 1,  80809 München 

Die Institution Ehe ist in jeder Hinsicht in der Krise. Fast alle Menschen träumen von der großen Liebe - doch die Scheidungsrate in Europa ist so hoch wie noch nie zuvor. Wärend sich 75% Europäer eine erfüllte Partnerschaft als wichtigstes Lebensziel setzen, zerbricht inzwischen jede zweite Ehe. In der Hälfte der Scheidungsfälle sind Kinder betroffen. Psychologen und Sozialforscher machen vor allem radikal veränderte gegenseitige Ansprüche in der Ehe als Krisenverursacher aus. War ein Eheversprechen zu Großvaters Zeiten vor allem eins auf lebenslange materielle Sicherheit, ist diese Aspekt wegen des gesellschaftlichen Wandels inzwischen in den Hintergrund gerückt. Wer heute noch heiratet, wird viel stärker als früher von romantischen Motiven zum Standesamt getrieben. Umso gröser ist am Ende die Enttäuschung, wenn sich die Schmetterlinge im Bauch erst einmal verflüchtigt haben. Zu Omas Zeiten galt eine Ehe schon als gut, wenn Opa am Monatsende seinen Gehalt ablieferte - und nicht in der Eckkneipe vertrank. Heute scheitern die meisten Ehen offenbar wegen herumliegender Socken, dreckigem Geschirr und der Frage, ob man am Abend Fußballspiel oder romantisches Film gucken soll. Fast 30 % aller Paare streiten über Unordnung, mehr als 20% über das Fernsehprogramm. Über mangelnde Zärtlichkeit klagen dagegen nur 12%. Die Vorstellung, in der nächsten Ehe werde alles besser, ist übrigens ein Trugschluss. Zwei Drittel aller Geschiedenen fragen sich rückblickend, ob es all das Geld und den Stress wert war, sich zu trennen - schätzen jedenfalls Paartherapeuten.

Das Projekt "Die neue Zeit" hat sich als Aufgabe genommen, mit fachtheoretischen Ansätzen und konkreten Beispielen zum Thema "Eheberatung" zu fordern.

Folgende Referenten und Gäste werden für das Projekt angesprochen: Rusmira Tihic-Kadric (bosnische Generalkosul in München), hfz. Sulejman Bugari (Theologe und Soziologe), und Dr. Amra Delic (Psychologin und Med.Soziologin).

Eintritt 10€.